INSM bei Neosprech.de

Schon länger arbeiten PRopaganda-Agenturen des Kapitals daran, Begriffe mit neuen Inhalten zu besetzen oder mittels Kampagnen das Volk in ihrem Sinne umzuerziehen. Das Ergebnis ist eine Sprache, die komplett verwurstet wird, da alte Begriffe neue Inhalte verpasst bekommen, die unter Umständen nichts mehr mit dem eigentlichen Begriff gemein haben. Für eine solche Sprache gibt es schon eine Bezeichnung: Neosprech, jetzt auch als Lexikon, inklusive Eintrag zur Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft und dem Insititut der Deutschen Wirtschaft in Köln. Aber auch die restlichen Einträge in der Kategorie Neoliberale Think-Tanks und Lobby-Organisationen enthalten beispielsweise mehr Informationen zu Personalien, Geschichte, Zielen und Vernetzung der Organisation. So werden die Ziele der INSM kurz, knapp und zutreffend so beschrieben:

Radikaler marktwirtschaftlicher Umbau von Politik und Gesellschaft, Abbau von Sozialabgaben für Unternehmer.

Bei den Methoden der INSM fallen mir spontan Attribute wie demokratiefeindlich, verlogen, menschenfeindlich und hinterfotzig ein:

  • Kooperation mit bzw. Konzeption durch Berliner Werbeagentur „Scholz&Friends“
  • PR: Begriffsneubesetzungen („sozial“, „Reform“), spektakuläre Werbeaktionen
  • Verleihung von Preisen und Titeln, z.B. „Reformer des Jahres“
  • Kooperation mit Journalistenschulen zur Beeinflussung zukünftiger Berichterstattung
  • kostenloses Lehrmaterial für Lehrer
  • Publikation von Statistiken und Studien, die den politischen Kurs der INSM unterstützen

PS: Schöne Grüße an die Berliner Agentur Aperto, die zwar eigentlich für die INSM die Websites schraubt, aber mittlerweile offenbar auch Freude an meinen Artikeln gefunden hat!

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